Donnerstag, 21. Dezember 2017

Die ersten Tage in Kambodscha

Ach du Schreck sind das wieder viele neue Eindrücke! Die Straßen in Siem Reap sind oft nur staubige Schotterpisten und es scheint nur eine Verkehrsregel zu geben: Wer nicht fährt bleibt stehen. Wir erkunden die Stadt und die nahen Tempel von Angkor mit super-klapprigen Drahteseln. Man fährt hier wieder auf der rechten Seite, oder ganz außen links oder eben in der Mitte. Ganz einfach durch jede Lücke, durch die man halt mit seinem Fahrzeug passt. Unzählige Tuktuk-Fahrer wollen an den Touristen ihr Geld verdienen. Wir sind auf unseren Fahrrädern jedenfalls mitten drin.

Man zahlt eigentlich alles in Dollar, die Währung kommt auch aus dem Geldautomaten. Die Landeswährung Riel haben wir bisher nur als Wechselgeld erhalten. 4000 Riel ergeben einen Dollar, na dann ist es wohl auch einfacher mit Dollars zu zahlen. Paar Möhren - 2000 Riel - was geht ab? Münzen haben wir hier noch gar keine gesehen, wen wunderts? Der lokale Markt ist sehr rustikal und Touristen trifft man dort auch nicht. Stattdessen sehr delikates Gemüse und halbtote Tiere samt Innereien auf Holzdielen zerhackt und ausgelegt. Darunter auch viele Fische aus dem großen Süßwassersee um die Ecke und ebenso alles andere was man dort herausfischen kann, wie zum Beispiel Schlangen.

Im Stadtzentrum wird den Touristen alles geboten was das Westler-Herz begehrt: Unter anderem Fastfood, billige Klamotten und günstiges Bier. Wir haben uns von Doktorfischen die Haut von den Füßen knabbern lassen. Anna war das schnuppe aber Max fand es mega kitzlig. Tolle Erfahrung jedenfalls. Den Rest von dem Angebot findet man jedoch quasi auf der ganzen Welt, dafür müsste man nicht nach Kambodscha kommen.

Dr. Max meets Dr. Fish

Unsere Hood

Eine der Touri-Meilen in der Innenstadt

Das eigentliche Highlight und der Magnet für den Massentourismus ist die weitläufige Anlage mit hinduistisch-buddhistischen Tempeln und Stadtruinen von Angkor. Dazu schreiben wir am besten nochmal einen eigenen Post, wenn wir alles angeschaut haben. Wir haben uns nämlich ein 7-Tages-Ticket (72 $ p.P.) gegönnt und damit weit mehr Zeit die unzähligen Monumente und detaillierten Reliefs zu erforschen als die meisten. Daher waren wir bisher auch noch nicht in Angkor Wat, denn das beste heben wir uns auf. Nach diesem Tempel der Superlative wird einem alles andere sicherlich lächerlich klein vorkommen. Außerdem halten wir die Anzahl an archäologischen Fundstätten pro Tag niedrig, dadurch kann man sich auf die Details einlassen und schwimmt nicht mit den Touristenmassen von Highlight zu Highlight. Wir haben es jedenfalls geschafft immer wieder die einzigen Menschen in Sichtweite zu sein. Bald also mehr dazu, wie wir Weihnachten bei Angkor erleben. 

Tempel Banteay Kdei


Relief, wie es auf sehr vielen Säulen zu finden ist 


Im Tempel Ta Prom wachsen riesige Bäume 

Baumriese - Anna for scale

Nordtor von Ta Prom - wir waren die einzigen Touristen dort

Blick aus der Seitentür des Nordtors von Ta Prom

Rundumblick im Turm von Ta Keo 
Turm von Ta Keo - steht auf einer gigantischen Plattform


Ana im Seitengebäude von Chau Say Tevoda

Max im Hauptgebäude von Chau Say Tevoda

Tempel Thommann

Südtor von Angko rThom

Vor der Brücke zu Angkor Wat 

Kinder spielen beim Sonnenuntergang

Wir machen hunderte Fotos

Cooles Licht - coole Reliefs - coole Tempel

Sonntag, 17. Dezember 2017

Die Visa für Thailand enden

2340 € sind wir in Thailand ärmer geworden, aber um so viele Erfahrungen reicher. Damit lagen wir für unsere 28 Tage in diesem wunderbaren Land etwas über unserem durchschnittlichen Tagesbudget. Das ist aber völlig ok, denn in nächster Zeit geht deutlich weniger Geld für Interkontinentalflüge drauf als bei der Anreise. Im oben genannten Betrag sind die 766 € um zu zweit von Würzburg nach Bangkok zu kommen (Eurowings bietet günstige Direktflüge ab Deutschland an) und 106 € für einen Inlandsflug von Chiang Mai zurück nach Bangkok inbegriffen. Mit dem Zug oder Bus wäre man für die letztere Strecke etwa 12 h unterwegs gewesen, aber das war uns zu viel, denn morgen fahren wir bereits 9 h mit dem Bus, um von Bangkok aus weiter nach Siem Reap in Kambodscha zu kommen. 

Himmel über Thailand.

Die letzten zwei Tage in Thailand verbringen wir bei der Partymeile Bangkoks, der Khao San Straße. Hier gibt es alles was das Touristenherz begehrt. Tagsüber kann man Klamotten, Streetfood und Souvenirs shoppen. Abends versuchen sich die Clubs und Bars gegenseitig zu übertönen, Getränke werden nicht in Gläsern sondern als bucket und tower verkauft und viele Touristen lassen sich hemmungslos voll laufen. Ab 23 Uhr gibt es so gut wie kein Durchkommen mehr, denn auf der Straße tanzen die Feiernden dicht an dicht. Ein imposantes und mitreißendes, aber auch ein wenig abschreckendes Schauspiel ist das. Jedenfalls wird man, wenn man möchte, hier viel Geld, Gehirnzellen und Hörvermögen los. Wirklich empfehlen können wir nur das Mango, ein vegan-vegetarisches Restaurant mit ruhiger Atmosphäre und hervorragender Küche etwas Abseits des Trubels.

Khao San bei Nacht.

Nächtlicher Verkehr in Bangkok.

Orchideen in der Stadt.
 
Das Bild der Königs prangt überall.

Khao San bei Sonnenuntergang.

Was uns in Thailand noch völlig fehlt sind die Strände und Inseln im Süden. Dort ist gerade aber nicht das beste Wetter zu erwarten. Wir kehren nach unserem aktuellen Plan Mitte Februar zurück, treffen uns im Süden bei Phuket mit Steffi und Philipp und erkunden dort die Küstenregion. Wer weiß, vielleicht treffen wir auch Jonas und Lisa? Bis dahin sind wir wie gesagt erst einmal in Kambodscha. Da unsere Visa auch dort nach 30 Tagen ablaufen werden, besuchen wir wohl auch noch Vietnam und Laos - liegt ja quasi um die Ecke.

Chiang Mai - Stadt und Land